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Umbau Gabel GPV-1

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Beitrag Verfasst am: 13.02.2013, 00:33   Umbau Gabel GPV-1 Antworten mit Zitat
Hallo zusammen,

mich hat als -auch - Winterfahrer geärgert, dass ich innerhalb kurzer Zeit 4 Tauchrohre der Vorderachs-Gabel geschrottet habe. Ich gebe zu, das Bike ist etwas unsanft auf die Nase gefallen, aber nicht so schlimm, dass es zum Bruch der Tauchrohre kommen sollte. Die Temperaturen lagen allerdings um die Null Grad und da wird's mit dem Material schon mal kritisch. Ich meine diese Dinger hier:

http://rc-motorradshop.de/produkte/produktbilder/?VEN-0222

Ich meine, wir reden hier nicht wirklich über SEHR viel Geld, aber es ist schon ärgerlich, wenn man keinen Ersatz dabei hat oder diesen bereits aufgebraucht hat.
Der Schwachpunkt der Konstruktion ist der Einstich für den E-Clip an der unteren Kolbenplatte. Da wird es richtig dünn, genau an dieser Stelle treten meines Erachtens auch die größten Kräfte auf.
In den nachfolgenden Bildern habe ich mal die Arbeitsschritte dargestellt, wie ich die Haltbarkeit der Stempel erhöht habe, ein erster Praxistest heute bei minus 2 Grad war erfolgreich.

1. ich habe den verbliebenen Stummel der 3 mm Achse nicht weggeschliffen, sondern nutze diesen als Ansatz für eine 5mm Silberstahlwelle (gibt es beim großen C oder wie bei mir aus alten Stoßdämpfer Kolbenstangen von meinem MCD 4WD)

[img0376ah.jpg] [img0377ay.jpg]


2. bei der Länge der verstärkten Achse habe ich mich ans Original gehalten, man kann aber auch etwas kürzer gehen, dann kann man mit anderen Federn arbeiten
[img0378ag.jpg]

3. Von einer Seite der 5mm Welle habe ich einen Ansatz abgedreht, für die obere Kolbenplatte

[img0379am.jpg]

4. dann umspannen, zentrierbohren und danach eine 3 mm Bohrung gerade so tief wie das abgebrochene Ansatzstück vom 6mm Tauchrohr

[img0382ak.jpg] [img0383ada.jpg]

5. beide Teile werden nun hartgelötet, die Zentrierung beider Teile mache ich auch in der Drehmaschine, dann fluchtet auch alles wunderbar

[img0384ad.jpg] [img0385al.jpg]

6. alles vorsichtig zusammenlöten, auf die unterschiedliche Materialdicke achten, damit beides gleich warm wird, dabei ab und an mit der Hand weiterdrehen

[img0387ae.jpg] [img0389aaz.jpg]


7. abdrehen des überschüssigen Materials auf die entsprechenden Durchmesser

[img0391a.jpg]

8. Die Kolbenplatte auf 5 mm aufbohren, das passt gerade noch so, aufpassen, dass die Kolbenplatte sich im Borfutter gut zentriert

[img0392ab.jpg]

9. fast fertig

[img0393ay.jpg]

10. aus Ermangelung eines E-Clipses dieser Größe, und um nicht schon wieder eine Schwächung des Materials einzugehen, habe ich eine Aluhülse auf die 5mm Achse gepresst und die Kolbenplatte damit gesichert, einen Klecks Sekundenkleber zur Sicherheit an der anderen Seite noch dazu

[img0395at.jpg]

ich hoffe, das ist kein alter Hut, so weit zurück im Forum habe ich nicht gesucht, wenn doch, sei es mir verziehen.
Wir sehen uns in Leipzig, Amberg, Munster oder wo auch immer.

_________________
Gruß Dieter
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Beitrag Verfasst am: 13.02.2013, 09:16   Antworten mit Zitat
Ist zwar wirtschaftlicher Schwachsinn, haste aber handwerklich super gemacht!. Meine sind inzwischen aus 6mm Titandraht neu gedreht und im oberen Bereich nur auf 4mm abgesetzt. Ich musste eine andere Feder nehmen aber an dieser Stelle wird es nicht mehr kaputt gehen.
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Beitrag Verfasst am: 13.02.2013, 09:31   Antworten mit Zitat
Ist leider die echte Schwachstelle der Venom.
Kaum hält der Lenkkopf, beginnt es an der Stelle zu zerbröseln.

Zurückrüsten auf die Kunststoff-Gabel hilft, dann brechen sie nicht mehr so oft.
(Und in Wahrheit funktioniert die originale Gabel genausogut.)

Auf Dauer hilft wohl nur ein gutes Crashback-System.

_________________
mfg,
Bernhard
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Beitrag Verfasst am: 13.02.2013, 19:31   Antworten mit Zitat
@piekus
super gemacht und eine gute Lösung nur evtl. etwas schwer ?

@gartenzwerg
Habe ein crashbacksystem getestet und es hilft nicht wirklich. Wenn die crashbackfeder so weich gewählt wird dass die Tauchrohre halten stürzt man dauernd wenn die Vorderradbremse greift da dann schon die Crashbackfeder nachgibt und dies die lenkung verreist. Es kann soweit gehen das das Vorderad an das Chassis kommt. Wenn man eine härtere crashbackfeder wählt dann verbiegen sich die Tauchrohre beim crash.

Meine verwendete Lösung:
Ein Freund hat mir Messinghülsen gedreht die die untere Mimik der Gabel (Teflonscheiben, Gummidichtungen) komplett ersetzen. Die Hülsen sitzen ohne Luft sowohl im Gabelrohr als auch in der Überwurfmutter. Seitdem nie wieder ein Tauchrohr defekt trotz Originaltauchrohre und goldenen Gabelrohren mit Eini-Alugabelbrücken. Hat etwas gedauert bis sich die Materialen eingeschliffen haben aber seitdem federt die Gabel weich und die Teile halten. Benutze aber die Kunststoff Steering Steems. Irgendwas sollte beim megacrash schliesslich nachgeben. Sonst reist womöglich die Aufnahme am Chassis.

mfg
ah
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Beitrag Verfasst am: 14.02.2013, 23:44   Antworten mit Zitat
@ Axel. das mit den Messinghülsen ist auch nicht schlecht, da sitzt also die Messinghülse mit einem kleinen Bund als Führung in der Überwurfmutter, die Breite entspricht in etwa dem Teflon/Gummiring Paket, ist das korrekt?

Heute abend war die Premiere für den Gabelumbau, wir waren in einer RC Halle bei 12erHasi in der Nähe von Leipzig zu Gast. Die Halle war eiskalt und die Holzbanden unerbittlich, aber es hat alles gehalten, Federung/Dämpfung prima.
Hab dabei festgestellt, dass das Entfernen der VA Bremsscheiben zu deutlich besserem Fahrverhalten geführt hat, da sich die BS nicht mehr verkanten konnten, weil sie sonst das Rad bei Schräglage leicht anbremsten.

_________________
Gruß Dieter
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Beitrag Verfasst am: 15.02.2013, 09:55   Antworten mit Zitat
@piekus
ja korrekt

bzgl. Vorderbremse:
Es stimmt die Vorderradbremse ist knifflig und braucht viel Aufmerksamkeit. Ich habe die Führung der Bremsscheiben verengt dadurch können die nicht mehr so extrem wandern . Einfach dazu aus einen 2ten paar Bremsscheiben den innensechskant ausschneiden sodass man eine Art Unterlegscheibe erhält und auf den Plastikmitnehmer setzen. Auch öfter mal die Bremsscheiben kontrollieren ob die noch plan sind. Je nachdem muss man auch die Bremsscheiben etwas schleifen (Fläche als auch Innensechskant) sodass diese ohne Spiel aber trotdem weich schwimmen können. Eine kleine Feder aus dem Modelleisenbahnzubehör am Bremshebel sorgt dafür das die Bremse auch aufgeht.
Wenn allles geklappt hat kann man das Vorderrad per hand anwerfen und es dreht sich gleichmässig weiter auch in schräglage. Wichtig ist das es nicht hakt, selbst wenn es ein bisschen abbremst ist es nicht so schlimm hauptsache ist es ist gleichmässig und hakt nicht.

Insgesamt gesehen muss man sich überlegen ob man den Aufwand mit den Vorderradbremsen braucht, wer Vorbildtreue schätzt macht es wer einfach nur fahren will spart es sich.
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Beitrag Verfasst am: 15.02.2013, 18:43   Antworten mit Zitat
Hallo Axel,
das mit der kleinen Feder hab ich auch gemacht, sie könnte nur noch etwas kleiner sein, der nächste Weg führt in einen Modelleisenbahnladen, gute Idee.


[img0397al.jpg]

was mir nicht gefallen hat war, dass die BS in Schräglage nach außen einfach abgefallen sind, daher hab ich mir einen neuen Adapter gebaut, den es auch baugleich, ich meine von ZH als Tuningteil, gibt. Jetzt können die BS nicht mehr nach außen wegdriften, das Problem war also behoben.


[img0403aa.jpg]

Meine zusätzliche Maßnahme mit einem O-Ring auf der Innenseite des BS-Adapters erwies sich dann als zu eng, dadurch hatten die Scheiben nicht genug Spiel und die Bremse ging schwer. Abgeschliffene BS wie Du es gemacht hast, sollten da bestens passen, oder einen schmaleren Ring. Weiterbauen...
[img0402ao.jpg]

_________________
Gruß Dieter
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Beitrag Verfasst am: 15.02.2013, 20:48   Antworten mit Zitat
@piekus

wann gibt es denn deine Teile zum kaufen Sehr glücklich Sehr glücklich Sehr glücklich ?
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Beitrag Verfasst am: 16.02.2013, 16:51   Antworten mit Zitat
leider gar nicht, hab ich für mich gebastelt, habe keine CNC Maschinen, wo die Teile hinten raus fallen, nachdem sie durch ein Programm gelaufen sind. Lachen Ich muss man nachschauen, ob ich den link finde, wo man die Adapter kaufen kann, dann stelle ich ihn hier rein.

EDIT. http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=1075514&page=4 ... bisschen runterscrollen... aber das ist nicht das, was ich meine, der Kollege hat den Sechskant nach außen offen gebaut, da könnte ein Sicherungsring weiterhelfen

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Gruß Dieter
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Beitrag Verfasst am: 17.02.2013, 00:41   Antworten mit Zitat
Der Adapter ist ab der zweiten Version in dieser Form wie piekus ihn gemacht hat von venom im bremsset enthalten . Als ersatzteil leider nicht
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Beitrag Verfasst am: 09.12.2013, 18:50   Antworten mit Zitat
Da hier über die Venom Gabel geschrieben wird würde ich gerne wissen
welche Federn man zur Abstimmung benutzen kann.

Die Federn von der Anlenkung würden passen nur habe ich den Eindruck
das die Federn zu weich sind.


Mfg Florian
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Beitrag Verfasst am: 09.12.2013, 20:50   Antworten mit Zitat
Kugelschreiber Federn passen, die gibt es verschiedenen Härtegraden, ausprobieren hilft.

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Gruß Dieter
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Beitrag Verfasst am: 09.12.2013, 21:08   Antworten mit Zitat
Die hatte ich auch drin. War perfekt. Nur jetzt habe ich andere standrohre und die federn passen
nicht mehr sodass ich jetzt auf die original Größe umrüsten muss.
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Beitrag Verfasst am: 10.12.2013, 08:46   Antworten mit Zitat
Bei febrotec bekommt man federn in allen größen
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Beitrag Verfasst am: 23.12.2013, 15:08   Antworten mit Zitat
Hab jetzt die Federn der alten oto Gabel drin. Musste eine Mutter unterlegen, da sie etwas zu kurz ist. Fühlt sich aber verdammt gut an, bin gespannt auf die erste Ausfahrt. Leider gibs die wohl nicht einzeln, hab die ZH-8097 geholt weil ich auch die Füsse haben wollte.
Febrotec hat grad Winterpause Traurig Hab nen paar Alternativen rausgesucht.
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