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Ich hatte dazu einen direkten Austausch mit Edi in der Whastappgruppe und wollte den Inhalt hier einmal zusammengefasst zur Diskussion stellen.
Vorweg kurz zu mir:
Ich bin schon länger in der Szene unterwegs (u. a. AR Racing, TT, Eini-bike) und habe auch Erfahrungen mit der 15er Jabber gesammelt – die ich damals allerdings nie wirklich ans Laufen bekommen habe (u. a. mangels direktem Austausch).
Ausgangssituation
Aktuell fahre ich:
👉 RG = sehr gut beherrschbar („die Bank“), kenn e ich 10 Jahre
👉 TWO = aktuell noch in der Abstimmung / Entwicklung, ganz neu für mich.
Mein Ziel ist dabei nicht, die TWO wie eine RG zu machen, sondern ein Fahrverhalten zu erreichen, das zu meinem persönlichen Fahrstil passt.
Warum? Weil ich an gutartigem Schraubermasochismus leide. Aber auch ich immer die Motivation verspüre, mit meinem Erfahunrgsautausch die Szene beim tun und wachsen zu unterstützen.
Ein gut eingestelltes Bike fährt von allenie, ein verkorkstes Setup führt u.U. zur frühzeitigen Hobbyaufgabe.
Mein Stil ist eher:
leicht „unten haltend“
nicht auf dem Bügel fahrend
nicht aggressiv reinfallend
Gerade auf Low-Grip-Strecken (z. B. Ettlingen) funktioniert das für mich sehr gut.
Problem / Fragestellung
Mit der TWO hatte ich anfangs deutlich mit folgendem Verhalten zu kämpfen:
sehr schnelles „Reinkippen“ in die Kurve
frühes Aufsetzen / Schleifen der Bügel, auch bei wenig Schräglage
insgesamt ein deutlich direkteres, aggressiveres Einlenken als bei der RG
Meine Frage war daher:
👉 Ist dieses Verhalten typisch für die TWO / Jabber?
👉 Oder eher ein Setup-Thema?
Rückmeldung / Aussage von Edi
Ein zentraler Punkt aus dem Austausch mit Edi:
👉 Wenn das Bike „reinfällt“ und auf dem Bügel läuft, ist man in der Regel zu langsam
→ Lösung: mehr Gas geben
Zusätzlich wurde klar:
👉 Viele dieser Effekte sind schwer sauber zu diskutieren, weil oft nicht exakt definiert ist,
wann welches Verhalten genau auftritt (reinfallen, stehen, schweben etc.)
Eigene Erkenntnisse
Ich habe das Verhalten inzwischen deutlich verbessern können.
1. Fahrhöhe (entscheidender Faktor)
RG: ca. 90–92
TWO: ca. 94–96 (gemessen am Hauptzahnrad-Drehpunkt)
👉 2 mm = großer Unterschied
👉 4 mm = komplett anderes Bike
Meine Vermutung:
Ich bin die TWO anfangs schlicht zu tief gefahren.
2. Charakter Unterschied RG vs. TWO
RG:
sehr breit abstimmbar
Höhe stark entscheidend für Grip / Steigen
eher „verzeihend“
TWO:
steigt weniger
gefühlt mehr Hinterrad-Grip
verträgt höhere Fahrhöhe deutlich besser
reagiert sensibler auf Setup-Änderungen
3. Setup & Änderungen
initial Umbau auf Lenkungsdämpfer
aktuell Überlegung, wieder auf Mikado-Stäbchen zurückzugehen und direkt zu vergleichen
Fahrwerksseitig aktuell z. B.:
vorne eher kurz
hinten lang
→ trotzdem ausreichend Grip vorhanden
4. Einordnung „Reinkippen“
Mein aktueller Stand:
👉 Das Verhalten ist vermutlich kein Fehler, sondern
teilweise Charakter der Jabber / TWO
teilweise Fahrstil-Thema
Auch Rückmeldungen aus der Praxis bestätigen dieses Verhalten.
Ziel / offene Diskussion
Mein Ziel wäre es, das Thema etwas zu strukturieren:
👉 Setup A: stabil / weniger kippig / „unten haltend“
👉 Setup B: aggressiv / direkt / reinfallend
Also weg von „richtig oder falsch“, hin zu:
👉 welches Setup passt zu welchem Fahrstil und welcher Strecke
Ich würde mich über eure Erfahrungen freuen 👍
_________________ 2vWC Stock(CH11, IT12), WC Stock (AT13), 2x vWC Super (SE14, IT17), WC Super (Australien 2025)
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